„Evil Santa“ als gratis Postkarte zu Weihnachten

Seit Sie Anfang der Neunzigerjahre plötzlich massenweise auftauchten, war ich stets ein großer Fan dieser milden Form des Guerilla-Marketing.

Zwar waren die meisten Karten so offensichtlich Werbeträger, dass Gestaltung und gute Ideen oft von Logos, Kontaktdaten und Claims ins Abseits gestellt wurden. Doch es gab und gibt auch Juwelen unter den Freecards, City Cards oder wie Sie der deutsche Pionier dieses Mediums taufte: Edgar-Cards.

Ein Beispiel das noch jedem ein Begriff ist: h&m brachte eine knapp bekleidete Natasha Henstridge, Anna Nicole Smith, Gisele Bündchen, Tyra Banks, Kylie Minogue oder Salma Hayek unters Volk.

Neben nackter Haut, Kinowerbung und Kunstprojekten gab es auch interessante Gemeinschaftsproduktionen. Diese können die Synergien des Mediums maximal ausreizen, indem sich beispielsweise mehrere Freiberufler aus dem Bereich Modefotografie die Kosten teilten. Dabei geben ein Modefotograf*, ein Model, ein Haarstylist* und ein Makeup Artist* Ihr Bestes und kommen dadurch zum Schnäppchenpreis zu exzellenter PR.

evil santa gratis weihnachtskarte © 2011 chkdAber Wohltätigkeitsorganisationen oder diverse Bundesministerien nutzen die Karten zur Aufklärung oder für Spendenaufrufe. Das Medium ist authentisch und es funktioniert so gut, weil es unseren Schnäppchentrieb befriedigt.

Beinahe hatte ich neben den mannigfaltigen Möglichkeiten sich heutzutage im Internet zu präsentieren, die gute alte Postkarte vergessen. Ein Glück nur fast! Und jetzt ist sie tatsächlich fertig: Meine allererste Gratis-Weihnachtskarte!

* Selbstverständlich dürfen sich Leserinnen und Leser stets ein „–in“ mit dem jeweils passenden Artikel dazudenken ;-)

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