Etwa zwei Jahre ist es her, da wurde in allen relevanten Medien vollmundig angekündigt: „McDonalds wird grün!“
Erste Anzeichen für die Wandlung waren schon im November 2009 aufgetaucht, aber mal ganz ehrlich: In meinem unterschwelligen Erinnerung ist die Fast-Food-Kette irgendwie immer noch unter ritzerot abgespeichert! Es hat mich interessiert worin das begründet liegt und nach einigen Recherchen ist mir eines klar geworden: Bei MD scheint bezüglich Corporate Design, Redesign und Farbgebung überhaupt nichts klar zu sein!
Dies sind die Logos von McDonalds USA, Deutschland, Frankreich und Großbritannien (v.l.n.r.)
McDonalds USA ist rot wie eh und je, die meisten Restaurants in Deutschland ebenso, das Logo der deutschen Website sitzt auf weißem „Übergangs“-Hintergrund aber in Aktionen und auf Bannern noch auf Rot. Einige Filialen im In- und Ausland kommen zwar bereits im Ökolook daher, aber im Internet haben nur wenige Länder bisher auf Grün umgestellt. Die Webpräsenz von McDonalds Frankreich ist bereits ziemlich grün – zumindest die Startseite! Wer jedoch ein zwei Klicks weitersurft findet wieder Logos vor weißem Hintergrund, Logos vor rotem Hintergrund und sogar Logos vor himmelblauem Hintergrund (ja, McDonalds Frankreich hat extra einen Facebook-Button mit McDoof-M kreiert!).
McDonalds UK sieht aus, wie es von der großen Haute Cuisine-Nation der zu erwarten war: Man nehme die Fond-Farben sämtlicher McDonalds Logos weltweit, mische einmal kurz durch und „Well, that’s our new colour: “ugly greyish beige!“…
Also halten wir fest:
McDonalds will seit mehr als zwei Jahren grün werden, ist es aber noch nicht. Obendrein weiß McDonalds noch nicht welches Grün es führen will. Das beweisen die Unmengen unterschiedlicher Grüntöne die überall auftauchen. Da existieren nahezu neongrüne Varianten, neben okay-grünen Varianten, neben nicht-fisch-nicht-fleisch-grünen Varianten mit Verlauf, neben welchen die eher an einen militärischen Tarnanstrich erinnern als an Nachhaltigkeit und biologische Produktionsmethoden. Und dann ist da noch diese unvermeidbare Nähe des neuen Looks zum Logo des Konkurrenten Subway.
Warum nicht einfach alle Fliegen mit einer Klappe schlagen…
Wer sich nun nach einem gelungenen Beispiel für Markenpflege sehnt, der wird hier fündig.







